Mata Hari

Tänzerin, Spionin und sagenumwobene Frau - Wer war sie wirklich?

Mata Hari

Wer war Mata Hari eigentlich? Fast jeder hat den Namen schon gehört, aber die wenigsten wissen, wer die geheimnisvolle Frau wirklich war. Mata Hari war eine exotische Tänzerin und Courtisane, die im Ersten Weltkrieg in Frankreich als Spionin für Deutschland arbeitete.

Das Leben der Mata Hari

Mata Hari wurde am 7. August 1876 als Margaretha Zelle in Leeuwarden, Holland, geboren. Ihr Vater, Adam Zelle, war ein erfolgreicher Hutfabrikant und ihre Mutter Antje Mechelina née van der Meulen stammte aus einer angesehenen holländischen Familie. Die Ehe der Eltern zerbrach, als Margaretha noch ein Kind war und sie wuchs bei ihrer Mutter auf.

Mata Haris Ehemann

Mit 17 Jahren lernte Margaretha den Offizier Rudolf MacLeod kennen und ging mit ihm nach Java. Dort heirateten sie und bekamen zwei Kinder. Doch das Glück hielt nicht lange: Rudolf verließ sie wegen einer anderen Frau und die Familie musste in Armut leben. Zurück in Holland, versuchte Margaretha vergeblich, ihre Kinder zurückzubekommen.

Frivole Jahre

In den folgenden Jahren durchlebte Margaretha eine Odyssee durch Europa und Nordafrika. Sie arbeitete als Büroangestellte, Kellnerin, Näherin und Tänzerin. Schließlich gelang es ihr, in Paris als exotische Tänzerin Fuß zu fassen. Unter dem Namen Mata Hari trat sie in teuren Restaurants und an der Pariser Oper auf. Ihre Darbietungen, bei denen sie halbnackt tanzte und exotische Posen einnahm, waren sehr beliebt.

Doch Mata Hari war mehr als nur eine Tänzerin. Sie war auch eine Courtisan, das heißt, sie hatte feste Beziehungen zu reichen und mächtigen Männern. Durch diese Kontakte erfuhr sie viel über die Pläne der französischen und britischen Regierung. Im August 1914, kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges, wurde sie in Frankfurt am Main von den Deutschen festgenommen und nach Berlin gebracht.

Plötzlich Spionin

In Berlin angekommen, wurde sie von Oberst Walter Nicolai, dem Chef des deutschen Nachrichtendienstes, verhört. Nicolai war von Mata Haris Schönheit und ihrer exotischen Ausstrahlung so beeindruckt, dass er ihr einen Posten als Spionin in Paris anbot. Mata Hari nahm das Angebot an und reiste kurz darauf nach Frankreich.

Mata Hari sollte in Paris Informationen über die französischen und britischen Streitkräfte sammeln. Dafür nutzte sie ihre Kontakte zu den mächtigen Männern, mit denen sie befreundet war. In den nächsten Jahren lebte sie in Paris und reiste immer wieder nach Deutschland, um ihre Berichte Nicolai zu übergeben.

Doch Mata Hari war keine gute Spionin. Sie hatte keine Ahnung von Militärstrategien und tat sich schwer, Informationen zu beschaffen. Außerdem war sie leichtfertig und redete zu viel. Nicolai wurde misstrauisch und ließ sie überwachen.

Hinrichtung Mata Haris

1917 wurde Mata Hari schließlich von den Franzosen verhaftet und wegen Spionage angeklagt. Sie wurde zum Tode verurteilt und am 15. Oktober 1917 in Paris hingerichtet. Mata Hari war eine der berühmtesten Spioninnen des Ersten Weltkrieges, auch wenn sie nicht sehr erfolgreich war.

Fazit

Mata Haris Leben war sicherlich alles, nur nicht langweilig. Die Tänzerin, Doppelagentin und Spionin wurde am 7. August 1876 in Leeuwarden, Niederlande, als Margaretha Geertruida „Margreet“ Zelle geboren. Schon früh lernte sie das Tanzen und trat mit 16 Jahren unter dem Künstlernamen Mata Hari erstmals in einem Varieté-Theater auf. Im Alter von 18 Jahren heiratete sie den Offizier Rudolf John MacLeod und zog mit ihm nach Java. Dort bekam sie zwei Kinder, doch die Ehe scheiterte bald.

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